Conversion Optimierung: Wo fängt man an?

Optimierung  |  4 Min. Lesezeit

Veröffentlicht am 14. Oktober 2019

Besteht die Option seinen Onlineshop weiter zu verbessern oder erfolgreicher zu gestalten? Auf diese Frage fällt vielen auf die Schnelle keine Antwort ein. Mit Hilfe von Conversion Optimierung, auch bekannt als Conversion Rate Optimization (CRO), kann eine Verbesserung einer Website oder eines Webshops erzielt werden. Conversion Rate Optimization ist ein essentieller Bestandteil im Online Marketing.

Was ist eine Conversion Optimierung?

Conversion bezeichnet die Umwandlung eines Besuchers einer Internetseite zu einem Kunden. Unter dem Begriff Conversion Optimierung wird die Gesamtheit aller Maßnahmen zusammengefasst, die für eine Steigerung bzw. Erhöhung der Konversionsrate nötig sind. Das Wort Conversion meint Prozesse, die auf spezielle Handlungen des Nutzers auf einer Webseite abzielen. Die Summe aller Nutzer wird auch Traffic genannt. Dabei werden verschiedene Conversion Typen differenziert: Lead, Sale und Aktion.

Die Konversionsrate ist der Quotient aus dem Verhältnis von Käufer und Besucher eine Website. Es wird versucht, Webseitenbesucher zu potentiellen Käufer zu machen. Die Optimierung ist nicht nur auf den Kauf in einem Onlineshop gerichtet, sondern auch jede andere durchgeführte Aktion eines Nutzers, die ausschlaggebend für den Anbieter ist, lässt sich betriebswirtschaftlich verbessern. Dabei ist es wichtig die Conversion Optimierung als einen fortlaufenden Prozess zu betrachten, denn einmal geleistete Verbesserungen gehen im Laufe der Zeit wieder verloren.

Optimierungsprozess

Anwendungsbereiche für eine Optimierung sind:

  • Unternehmensportale
  • Onlineshops
  • Lead-Generierung

Um Maßnahmen für eine Optimierung herauszufinden, müssen die vielfältigen Mechanismen, die zu einer Conversion führen, genauestens analysiert werden. Die Conversion Optimierung lässt sich in vier Grundschritte aufteilen.

Als erstes kommt die Analyse bei der die betriebswirtschaftlichen Ziele der Optimierung festgelegt werden. Ebenso werden die Motive und Erwartungen der Nutzer und die Höhe der Absprungraten innerhalb des Prozesses notiert. Das Ziel der Analyse ist es, Mängel und Probleme auf den Seiten zu finden und ein genaueres Verständnis für das Vorgehen der Kunden zu erhalten. Mit Hilfe von Webanalyse Tools lassen sich die entsprechenden Daten auslesen.

Der nächste Schritt ist die Planung und das Aufstellen von Hypothesen. Hierbei werden die möglichen Schwachstellen und wie sich die Motivation der Nutzer beeinflussen lässt herausgefunden.

Anschließend werden verschiedene Konzepte bzw. Ideen entwickelt, zum Beispiel Optimierung von Inhalten, der Gestaltung und der Nutzerführung. Diese werden nicht gleich implementiert, sondern zunächst wird ein Wireframe, ein konzeptioneller Entwurf einer Seite, erstellt.

Am Ende kommt es zur Testing-Phase, bei der unterschiedliche Varianten getestet und ausgewertet werden, um somit die perfekte Optimierung zu finden. Hier wird häufig der A/B Test verwendet, bei dem die Nutzer zufällig Variante A oder B einer Internetseite angezeigt bekommen. Nach den Tests findet eine sorgfältige Auswertung statt.

Conversion Trichter

Ein Conversion Trichter oder auch Conversion Funnel stellt aufeinanderfolgende Konversionen einer Webseite dar, welche ein Besucher durchlaufen muss, bis er zu einem Bestellprozess gelangt. Der Funnel ist in verschiedene Segmente aufgeteilt und je weiter unten ein Segment sich befindet, desto schwerer wird es einen Nutzer zu konvertieren.

Im Hintergrund einer Conversion Rate Optimization stehen unterschiedliche psychologische Modelle, welche das Userverhalten auf Websites erklären wollen, um dementsprechende Anpassungen an der Website vorzubringen. Solch ein Modell, “Frameworks” genannt, ist das Ready-Framework.

Conversion Trichter

Maßnahme zur Steigerung der Conversion

Im Bereich Online Marketing gibt es eine Menge an Methoden, die Konversionsrate zu verbessern. Für welche Maßnahme man sich entscheidet, hängt von dem Bereich ab, in dem die Optimierung stattfinden soll.

Warenkorb Optimierung

In einem Online-Shop zählt der Bestellprozess zu den empfindlichsten Stellen, an dem eine Conversion abgebrochen werden kann. Mögliche Gründe können die unübersichtliche Gestaltung und der zu komplizierte Bestellvorgang sein. Ebenso brechen Kunden ihren Kaufprozess ab, da der Abschluss mit der Bezahlung zu unsicher wirkt. Hier bieten sich zur Optimierung zum Beispiel Trustsignale wie Prüfsiegel an. Weitere Möglichkeiten wären eine bessere Darstellung der Bezahloptionen sowie die Vereinfachung von Checkout-Prozessen.

Optimierung der Usability

Wie leicht finden Kunden Produkte, die sie kaufen möchten? Wie gut finden sich die Besucher der Webseite zurecht? Fragen in diesem Bereich sollten mit der Conversion Optimierung beantwortet werden können. Mit Usability Tests werden mögliche Optimierungen festgestellt. Die Benutzerfreundlichkeit einer Website kann auf vielseitige Weise perfektioniert werden. So können Verbesserungen im Webdesign oder auch strukturelle Modifikationen zu einer verfeinerten Usability führen.

Content Optimierung

Durch Content Anpassungen können Conversions gesteigert werden. Verantwortlich können zum Beispiel Call-to-Action-Elemente sein, bei denen der Kunde zum Handeln aufgefordert wird. Weiterhin können schlecht gestaltete Texte und auch fehlerhafte Texte zu einem Absprung der Besucher führen.

Wichtige Bereiche für Conversion Optimierung

Landingpages

Auf Landingpages gelangen Seitenbesucher, nachdem sie auf einen Link oder eine Werbeanzeige geklickt haben. Die Inhalte sollten überzeugend sein, sodass die Besucher nicht sofort die Seite verlassen und diese folglich aus dem Conversion Trichter aussteigen. Hier kann überprüft werden, ob eine Optimierung sinnvoll ist. Dazu gehört die Neugierde der Nutzer zu wecken, aber auch weitere Maßnahmen sind möglich: Content Optimieren, mehr Traffic generieren durch E-Mail Marketing oder auch Google Anzeigen und Snippets optimieren.

Formulare

Beim Kaufprozess zum Beispiel erfolgt das Ausfüllen von Formularen. Unübersichtliche, lange und komplizierte Formulare können den Anbieter und den Online-Shops Conversions kosten. Durch Optimierung der Formulare sollten diese so weit wie möglich vereinfacht werden. Dabei muss auf die Usability geachtet werden, vor allem im mobilen Bereich. Alle erwartbaren Fragen sollten beantwortet sein, damit sich der Besucher nicht unsicher fühlt.

Content

Ein informativer und zielgerichteter Content nützt einem Besucher und gleichzeitig der Conversion Rate. Nicht nur auf Landingpages sollte der Text inhaltlich einwandfrei sein, sondern auch auf der Startseite oder den Produktseiten:

  • Optimieren der Startseite: Die Startseite wird von Usern am häufigsten besucht, um einen genaueren Eindruck über das Unternehmen und die Produkte zu bekommen.
  • Optimieren der Produktseite: Hier kann durch hochwertige Bilder, umfassende Produktbeschreibungen und relevante Informationen die Aufmerksamkeit der Kunden geweckt oder aufrecht gehalten werden.
  • Am Ende eines Textes dürfen die Call-To-Action (CTA) nicht vergessen werden. Mit CTAs lassen sich User gezielt zu einer Handlung bewegen.

Weitere Bereiche sind:

  • Mobile Optimierung: Webseite muss für User auch mobil problemlos funktionieren
  • E-Mail Marketing: Newsletter und gezielte E-Mail Kampagnen
  • Kaufprozess: Kunden brechen sehr häufig während dem Bestellprozess ab

Ursprünglich veröffentlicht am 14. Oktober 2019, aktualisiert am 22. Oktober 2019

Weitere Informationen zum Thema:

Diesen Artikel weiterempfehlen: